,
BlackSheep Blog

Der Nahverkehr und ich – das Drama hat einen Namen

Ähm, was? Der Nahverkehr und ich

Ich habe derzeit meine „Führerschein-Detoxing-Phase“. Allerdings dennoch die ein oder andere Verpflichtung, die mich über die Grenzen der Welt-Metropole, in der ich lebe, hinaus trägt, habe. Und da Laufen keine Option ist, habe ich meinen Fokus auf den Nahverkehr gelegt.

Auch wenn ich ehrlich zugebe, auch ich habe vom 9,- € Ticket profitiert. Denn ich habe wöchentlich eine Strecke zu fahren, die mich pro Fahrt (hin und zurück) ca. 30,- € kostet, und ich mindestens, 2x pro Woche, diese Strecke nehmen muss.

Dennoch habe ich menschliche Abgründe kennengelernt, an die hätte ich im Traum nicht gedacht.

Alltagskomik pur – der Nahverkehr und ich

Seitdem ich die Dienstleistungen der #Nordbahn, #rathjereisen (im Auftrag von …), sowie der #DB, in Anspruch nehmen muss, habe ich wirklich schon die ein oder andere seltsame Begebenheit erlebt. Die besten Anekdoten konnte ich allerdings während der „Pandemie“ erleben.

An einer dieser Situationen möchte ich euch gern teilhaben lassen.

Ausnahme-Situation = „Hirn-Rausnahme-Situation“?

Nun habe ich schon einiges erlebt. *Ehrlich, ich habe Dinger in meinem Leben erlebt, das passt nicht in ein Buch. (BTW ich habe auch genug Dinger gerissen, so is‘ das nicht😜😇.)

Ich bilde mir auch ein, ich gehöre nicht zu den dümmsten Menschen auf Gott schöner Erde. Aber, bei einer Sache blicke ich nicht durch und hoffe auf Schwarm-Wissen.

Folgende Szene: Zug von Elmshorn nach Kiel/Flensburg, mein Stopp Rendsburg, um mit dem Bus weiter nach Hause zu kommen. Da in Neumünster, durch eine Baustelle, umsteigen angesagt ist, normalerweise wird aus einem -zwei Personenzüge gemacht, musste ich wegen eines Stopps eben umsteigen. So what, was wäre die Alternative? Laufen! 😂😂😂😂😂 niemals! Zug 1 (Elmshorn bis Neumünster): (Zug fährt an.) 3 uniformierte #dbsecurity Mitarbeiter kommen ins Abteil und brummen etwas von „3G-Kontrolle“

Ich: „Was heißt das jetzt? Was brauchen sie?“ DBSec. Mitarbeiter: „Wie, was brauche ich? Werden Sie doch kennen, genesen, getestet oder geimpft. Ich brauche einen Nachweis.“

Ich: „Okay“ (Gott sei Dank, hatte ich meinen Impfausweis 🚑 💉noch vom Arzt in der Tasche.) Soll mal noch jemand das Wort gegen Frauen und deren Handtaschen erheben.🪆🙈🤪

Vorbildlich wie ich nun mal bin, blättere ich zur relevanten Seite und bin etwas überrumpelt.

Ich halte dem Herrn meinen Impfausweis unter die Nase und er schaut auf den Sticker im gelben Impfausweis und brummt: „Danke, gute Fahrt.“

Es hätte ab hier so schön langweilig sein können. Aber ich muss im Nahverkehr tiefgehende Gedanken aussprechen.

Alles hat ein Ende, aber das ist ein Kreis – Nahverkehr

Der Otto-Normal-Verbraucher hätte hier mit der Story geschlossen. Ich leider nicht, denn die erste Frage, die mir in den Kopf kam: „Ähm, und woher weißt du jetzt, dass das mein Impfpass ist?“

Dummerweise stand nämlich auf meinem Impfpass lediglich der Name, durch seine Wanderung durch meine Taschen, schon recht in Mitleidenschaft gezogen, und ansonsten nichts. Keine Adresse, Geburtsdatum oder sonst irgendwelche Marker, die beweisen, dass ich der Besitzer des Ausweises bin, wurden geprüft. 🤔😵‍💫

Da ich ja eher zur schüchternen Sorte gehöre 😁😇🤪😎, konnte ich nicht mehr ganz so schnell reagieren, wie ich es mir gewünscht hätte.

© BSO2022

Das Drama nimmt seinen Lauf – Akt 2 Der Nahverkehr und ich

Zug 2 (Neumünster bis Rendsburg) Ich steige in den gegenüberliegenden Zug (Richtung Flensburg) und setze mich auf den nächsten besten Platz. Auf dem habe ich durch Zufall, die Tür des Zugabteils, im Blick. Wer steigt in den Zug? Richtig! Die gleichen #dbsecurity Mitarbeiter, die mich, keine 3 Minuten zuvor, schon einmal dem, unwahrscheinlich sinnvollen, 3-G-Check unterzogen haben.

RANDNOTIZEN: Ich hatte mich längst von der Wucht des Aufpralls geballter Verwirrung meinerseits erholt. Ich bin da recht „entspannt“. 😶🤫🤯🤬🥺😤😭😩😣😕🥸🤩

DB MA brummt erneut: „3-G-Kontrolle“.

Ich (natürlich vorbereitet) zieh meinen Impfpass raus und suche die relevante Seite. Plötzlich schaut mir, ca. 30 cm neben meinem Gesicht, eine DB-Mitarbeiterin über die Schulter und sagt mir, dass die Ärzte meist den Nachweis irgendwohin kleben. In einem netten Ton, durchaus. Aber wann sind aus 1,5 m Abstand, 30 cm geworden?

Nun sei es drum, allerdings war es dann auch mit meiner Kontrolle über Hirn-Mund-Koordination aus und vorbei. Als auch die (wirklich nette) DB Mitarbeiterin, lediglich das Vorhandensein des Stickers prüfte, aber nicht mehr. 🤔

Ich (ohne Kontrolle über mein Hirn): „Ich habe da mal eine Frage.“🙋🏻‍♀️😁

DB MA (Brummer): „Was denn?“ Ich: „Bin ich jetzt eigentlich geboostert?“

DB MA: ——o0——

Ich: »Na, Sie haben jetzt zum zweiten Mal, in 3 Minuten, geprüft, ob ich einen Sticker in einem gelben Stück Papier habe. Aber ob mir der Ausweis überhaupt gehört, haben Sie nicht einmal geprüft.«

DB MA: ‚Aber wir Boostern ja nicht.‘ (*Ironie an: Was will die Natur uns damit nur sagen? *Ironie aus🤫)

Ich: „Das wäre ja auch noch schöner, so wie sie die Impfausweise prüfen, vergreifen sie sich noch und spritzen mir ihre Medizin.“

Zug Stimme aus dem Lautsprecher: „Nächster Halt … blahblah …“

Mein Gehirn: „War was?“

Der Blick des DB MA, unbezahlbar. Koordination wieder unter Kontrolle, und raus aus dem Zug. Jungs und Mädels, nehmt es mir nicht krumm, aber was für eine Zeitverschwendung ist das denn?

Fazit: Nahverkehr und ich

Schlussendlich muss man schon den Damen und Herren der Deutschen Bahn, bzw. allen Mitarbeitern, die trotz Pandemie ihren Job mit einem Lächeln gemacht haben, im öffentlichem Nahverkehr, großen Respekt zollen. Ich möchte nicht mit euch tauschen. Auch jetzt, in Zeiten des 9,- € Tickets, habe ich den einen oder anderen »Helden der Arbeit« in den Zügen erlebt, leider auch das Gegenteil. Aber gibt es nicht immer diesen einen unter 1000. Den sieht man in einem Raum und sofort denkt man: »Nur atmen, nicht reden!« Und wenn man ehrlich sein soll, so wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus.

Ihr macht einen guten Job – allzeit gute Fahrt!


%d Bloggern gefällt das: